Herausforderungen und Auswirkungen des Green Deals

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Der European Green Deal ist das größte und längste Projekt in der Geschichte der Europäischen Union mit drei Zielen: das Wirtschaftswachstum der EU-Mitglieder vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln, bis 2050 null Treibhausgasemissionen zu erreichen und Solidarität zwischen allen EU-Bürgern und Regionen schaffen. Im Gespräch mit Jörg Trübl, Verwaltungsrat und CEO MABEWO AG, Schweiz und Valentin Jahn, Zukunftsforscher aus Berlin.

“Saubere Energie für alle Europäer” – das EU-Gesetzespaket umfasst umfangreiche Regelungen zu Klimaschutz und Energierecht. Nicht nur Zukunftsforscher verfolgen die Frage, wie der Wandel der EU zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft gelingt, sagt Valentin Jahn, der an der Vernetzung der Mobilität für eine schnellere, stressfreie und ökologische Fortbewegung in Berlin forscht. Diese Frage muss zudem durch die jüngsten Entwicklungen in Europa neu gedacht und angepasst werden, gibt Umweltingenieur Jörg Trübl, Mitbegründer der Schweizer MABEWO AG (make a better world) zu bedenken. Die MABEWO AG hat sich bereits einen Namen mit der Entwicklung von „Indoor-Farming“ gemacht. Sie ist ein Vorreiter vor allem in der Kombination von Indoor-Farming-Modulen mit Solarenergie. Das Unternehmen wächst, unter dem Dach des Mutterunternehmens vereint sich die MABEWO-Gruppe mit den Themenschwerpunkten Food & Energy, Phytopharm, Blue Planet und Construction für nachhaltige Lösungen mit Ressourcenschutz und Technologieentwicklungen rund um Erneuerbare Energien zum Umbau zur Kreislaufwirtschaft. “Werden wir nach der Zukunft gefragt, dann ist der Umbau zur Kreislaufwirtschaft der Schlüssel für eine bessere Welt. Ein Punkt betrifft die Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft, um sie in die Nachhaltigkeitsstrategie einzubetten”, sagt Jörg Trübl. Die europäische Abfallrahmenrichtlinie, die gegenwärtig durch Novellierung des deutschen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes in nationales Recht umgesetzt wird, verfolgt die Stärkung von Abfallvermeidung und Verwertung und damit erreichbare Verbesserungen beim Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz. Angestrebt wird vor allem die Stärkung des stofflichen Recyclings und die möglichst effiziente energetische Nutzung nicht stofflich verwerteter Abfälle.

Was bedeutet der Green Deal für Kommunen?

Um Änderungen zu starten, sollte der Green Deal mit Einheiten beginnen und dann zu größeren Zielen übergehen. Deshalb hat die EU eine Kooperation aufgenommen und eine spezielle Arbeitsgruppe „Green Deal – Going Local“ eingerichtet. Zukunftsforscher Jahn gibt zu bedenken, dass die besten Pläne für den Klimawandel scheitern werden, wenn Dörfer oder Städte von der zentralen Politik entschieden werden. “Bei der Erarbeitung für multimodale Optimierung des Stadtverkehrs hat sich klar herauskristallisiert, dass die Herausforderungen für alternative neue Mobilitätsdienstleistungen erfolgreich angenommen werden, wenn das Umland mit angeschlossen ist, dies betrifft auch die Themen für den Umbau zur Kreislaufwirtschaft. Denn Kommunen sind den Einwohnern am nächsten und kennen ihre Bedürfnisse”, so Valentin Jahn. Aufgabe der Kommunen ist es, diese Informationen weiterzugeben und über die von der Europäischen Union erhaltenen Gelder zu verfügen. Die Kommunen müssen Gelder aus der EU für konkrete Probleme bereitstellen, die von den Einwohnern angegeben werden.

Wie hat der Green Deal die Richtung der Politik verändert?

Herausforderungen und Auswirkungen des Green Deals
Valentin Jahn / Mobility Data Lab GmbH

Der Green Deal sollte ganzheitlich angegangen werden. Dies bedeutet, dass es zu Veränderungen in der Klima-, Umwelt-, Energie-, Verkehrs-, Industrie-, Agrar- und nachhaltigen Finanzpolitik kommen muss, erklärt Zukunftsforscher Jahn. Darüber hinaus werden im Rahmen des Green Deals alle aktuellen Politiken zur Klimaneutralität überprüft und gegebenenfalls überarbeitet. Es geht unter anderem um geltende Rechtsvorschriften zu Treibhausgasemissionen, erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Die Politik steht vor den Herausforderungen im Sinne des Green Deal die Voraussetzungen in allen Bereichen wie beispielsweise der Verkehrspolitik, Landwirtschaft, Bauwirtschaft, etc. zu schaffen. Ein weiteres Beispiel findet sich im Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als Motor für den Green Deal in der Abfallwirtschaft, sagt Trübl. Laut Berechnungen werden jährlich Milliarden Tonnen an Abfall in der EU produziert, statistisch kommen auf den einzelnen Bürger fast fünf Tonnen zusammen. Die Frage nach der Vermeidung der gigantischen Müllberge, sowie die Verfolgung des Nachhaltigkeitsansatz mit der Rückführung der Abfallprodukte als Rohstoffe in den Kreislauf sind konkrete Herausforderungen. “Die MABEWO BLUE PLANET und ihre Projektgesellschaften sind direkt oder indirekt involviert. Ebenso verfolgt die europäische Abfallrahmenrichtlinie, die gegenwärtig durch Novellierung des deutschen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes in nationales Recht umgesetzt wird, die Stärkung von Abfallvermeidung und Verwertung und damit erreichbare Verbesserungen beim Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz. Angestrebt wird vor allem die Stärkung des stofflichen Recyclings und die möglichst effiziente energetische Nutzung nicht stofflich verwerteter Abfälle”, erklärt Umweltingenieur Trübl..

Welche Auswirkungen hat der Green Deal auf die Unternehmen?

Die Analysen zeigen, dass sich die fehlende Bekämpfung des Klimawandels negativ auf die Wirtschaft auswirken wird und sich Unternehmer auf die neuen Vorschriften einstellen, obwohl dies nicht immer von der Sorge um die Umwelt diktiert wird. Valentin Jahn gibt zu bedenken, dass der Green Deal alle Wirtschaftsbereiche betrifft, beispielsweise im Bereich Mobilität und Transport, der für alle zugänglich sein soll, auch an den entlegensten Orten. Die Energie soll hauptsächlich aus erneuerbaren Quellen und mit Hilfe grüner Technologien erzeugt werden und im Immobiliensektor wird der Umbau massiv gefördert, da Gebäude derzeit 36 ​​Prozent der Treibhausgasemissionen in Europa ausmachen. Das EU-Regelwerk betrifft auch das Lieferkettengesetz, dass in Deutschland 2023 in Kraft tritt, dass ungefähr 11.000 Unternehmen mehr betrifft, als wovon bislang ausgegangen wurde, sagt Zukunftsforscher Jahn. “Mit der ‘Richtlinie über die Sorgfaltspflicht von Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit’ wurden alle globalen Wertschöpfungsketten in den EU-Unternehmensregeln für eine stärkere Sorgfaltspflicht verankert. Damit entstehen neue Herausforderungen schon ab der Planung weiterer Unternehmensaktivitäten unter anderem auf die Gestaltung umweltfreundlicher Produkte”, sagt Trübl. Beispielsweise: Plastik reduzieren und recycelte Materialien verwenden, negative Auswirkungen auf Menschenrechte und die Umwelt zu ermitteln und vermeiden, negative Auswirkungen verhindern, Beschwerdeverfahren einrichten, Wirksamkeit der Strategien und Maßnahmen kontrollieren und öffentlich zu kommunizieren. “Konkret bedeutet dies für Unternehmen, dass das Entstehen von Abfällen zu vermeiden ist, wozu auch Verpackungsabfälle zählen. Der Schwerpunkt auf Dekarbonisierung und Zertifikate zur Entfernung von Kohlendioxid ist ebenfalls verankert. Erste Veränderungen werden bereits umgesetzt, da bewusste Verbraucher nicht mehr an das Wort „BIO“ auf der Verpackung glauben”, sagt Jahn, denn dies sollte mit anderen Mitteln nachgewiesen werden.

Herausforderungen und Auswirkungen des Green Deals
Gewächshäuser / Food & Energy Campus Groß- Gerau GmbH

Wie groß sind die Gesetzesänderungen durch den Green Deal?

Unter ‘Fit-for-55’ müssen alle Wirtschaftssektoren ihren Beitrag leisten. Die EU setzt auf Fairness sowohl geografisch als auch sozioökonomisch mit dem Ziel in den Bereichen Klima, Energie, Landnutzung, Verkehr und Steuern so zu gestalten, dass mindestens 55 Prozent bis 2030 gegenüber dem Stand von 1990 gesenkt werden. Die gesetzlichen Bestimmungen werden sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene umgesetzt. Diese Regelungen werden zur Erreichung der Klimaneutralität eingeführt, eine Wachstumsstrategie mit 50 Maßnahmen, um den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel zu bewirken. Ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell sich breit auf die beschriebenen Erkenntnisse der Wissenschaft stützt, das die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aus dem European Green Deal zu nutzen weiß und das internationale Erfahrungen in der Projektabwicklung hat, ist die MABEWO BLUE PLANET AG.

Die ersten Umbauten sind erfolgt: 2018 wurde auf EU-Ebene das Abfallrichtlinienpaket umgesetzt, 2019 die sogenannte Kunststoffrichtlinie. Damit wurde die Verantwortung für das Produkt in der Verpackung und die daraus entstehenden Abfälle auf die Inverkehrbringer übertragen. Europa soll zum ersten klimaneutralen Kontinent bis 2050 werden, die Herausforderung für Unternehmen ist groß, aber andererseits wird die Nichteinhaltung der Gesetzesänderungen zu enormen Kosten führen.

V.i.S.d.P.:

Maximilian Bausch
Unternehmensberater & Blogger

Über den Autor:

Maximilian fährt auf die Automatisierung als Tool der Vereinfachung der Arbeit ab. Die Weiterentwicklung ist seine Passion. Ohne Automatisierung läuft nichts mehr, weder Industrie, Handwerk noch die Dienstleistung. Die Generationen X, Y und Z sind komplett digitalisiert und Zukunft gestaltet sich neu – Grenzen verschwinden. Maximilian zählt sich zu den jungen Native Digitals mit der Idee die Automatisierung übergreifend einzusetzen. In seinem Blog bausch-enterprise.de befasst er sich mit künstlichen Intelligenz und Digitalisierung, baut auf die Zukunftswerkstatt, um mit Vorurteilen und Ängsten vor Automatisierung abzubauen. Damit den Weg für Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Unternehmen positiv zu begleiten, indem Kommunikation und Diskussion aufgegriffen werden. Du erreichst uns unter abowi.com.

Kontakt:

MABEWO AG
Chli Ebnet 3
CH-6403 Küssnacht/Rigi
Schweiz
T +41 41 817 72 00
info@mabewo.com

Vertreten durch Herrn Jörg Trübl

Die MABEWO AG steht für Nachhaltigkeit. „Make a better world“ investiert in die Zukunft und schafft Lebensgrundlagen, in denen grundlegende Bedürfnisse abgedeckt werden: MABEWO nutzt Photovoltaikanlagen zur Wasser- und Stromproduktion. MABEWO ist ein verlässlicher lokaler Dienstleister, der die Lebenssituation der Menschen verbessert und Arbeitsplätze schafft. Herr Jörg Trübl ist ausgebildeter Umweltingenieur und verfügt über 20 Jahre praktische wirtschaftliche Erfahrung in der Unternehmensführung als Berater, Coach und CEO von KMUs in Europa. Weitere Informationen unter: https://www.mabewo.com/

Pressekontakt:

MABEWO AG
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